Neue Gegenwart® Contemporary:

Brett Amory
27.03. bis 25.05.2014
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Neue Gegenwart® 60: Absurdes Theater | Zur Vorschau

 


 
 

Die Digitalisierung des Alltags
Editorial

Programme, die wir auf unseren Smartphones durch die Gegend tragen, verändern unseren Alltag grundlegend. Sie zeigen uns unterwegs den nächsten Frisör, die Wohnung, die wir mieten können – oder die Interessen des Fahrradfahrers, der neben uns an der Ampel hält. 
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Das Ende der Geheimnisse?

Wie verändern Mobile Social Networks die Gesellschaft?

Text/Interview: Björn Brückerhoff    Foto (r.): Simon Bierwald


Vor nicht allzu langer Zeit war in den Medien viel von Leuten die Rede, die ihre intimsten Daten in Social Networks der Weltöffentlichkeit präsentierten. Extrembeispiele ließen sich leicht auftreiben. An den Nacktbildern von Ute M. oder den Partyfotos von Klaus D. wurde dann allen anderen vorgeführt, wohin diese Art von Unachtsamkeit führen kann. Man landet damit am Ende vielleicht sogar in den Massenmedien.

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Der Mensch als Projekt
in der digitalen Wirklichkeit



Von Philipp Laage, Berlin


Die Privatsphäre ist in Gefahr! So wie Amur-Leopard und sibirischer Tiger scheint sie in einer vernetzten Welt der totalen Kommunikation vom Aussterben bedroht zu sein. Das pfeift jedenfalls jeder Spatz vom Dach, der aufgrund der jüngsten Medienberichte glaubt, das Google-Streetview-Fahrzeug würde ihn beim Duschen filmen. Eines der bedeutendsten Kulturgüter die Privatsphäre also ist im Begriff, gänzlich zu verschwinden. So die These. Schuld hat wie immer „das Internet“. Es schluckt sie einfach, fertig aus, auf nimmer Wiedersehen. Doch während entrückte Debatten über die vermeintliche Auflösung des Ichs in der digitalen Wirklichkeit einer intellektuellen Elite zwischen Feuilletonist und Soziologie-Professor vorbehalten bleiben, freut sich der Ottonormal-Onliner in erster Linie über schnelle und einfache Kommunikationswege. Dem Internet sei dank. Denn wenn es ein wenig empirischen Realismus neben all den herbeigeschriebenen Hypes und Hysterien gibt, dann doch bezüglich der Frage, warum die Menschen Facebook und andere Dienste wirklich nutzen. Und das nicht zu knapp.

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Neu: Das Neue Gegenwart-Blog

In eigener Sache


Das Neue Gegenwart-Blog ist eine ständig erweiterte Sammlung von Artikeln und Videos
über Medienjournalismus, Design, Grafik, Fotografie, Medientrends – und über die Entwicklung der Medien. Im Blog verweist Björn Brückerhoff auf aktuelle Artikel, Videos und Veranstaltungen. Das Neue Gegenwart-Blog ergänzt so das Magazin Neue Gegenwart und verkürzt die Zeit zwischen den Ausgaben.

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Aktuelle Artikel aus dem Blog




 



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Google Streetview
Über ein Bildlexikon und seinen Alleingeltungsanspruch



Von Simon Bieling, Karlsruhe

1927 beschrieb der Künstler László Moholy-Nagy hoffnungsvoll eine Zukunft, in der jeder eine private Pinakothek von Reproduktionen sein eigen nennen können würde. Mit der „Haus-Pinakothek“ sollte die „Vorherrschaft des manuell hergestellten Einzelbildes“ einem endgültigen Ende zugeführt werden. Der „tote Zimmerschmuck“ des singulären Wandbildes sollte mit einer Vielzahl von in Schrankfächern abgelegten Reproduktionen ersetzt werden. Die einfache Verfügbarkeit einer großen Zahl von Bildern hielt er für eine willkommene Zukunftsvision.

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Die Wiederentdeckung der Stadt


Von Julia Serong, Berlin


Noch immer gelten Computerspieler vielen als nachtaktive, sprachfaule Technikfreaks mit einem, sagen wir, etwas eigentümlichen Humor und bisweilen besorgniserregenden Ernährungsgewohnheiten – Nerds eben. Längst werden jedoch – neben den im medienpolitischen Diskurs oft als „Killerspiele“ bezeichneten gewalthaltigen Computerspielen – zahlreiche Online Games für Senioren oder für den Schulunterricht angeboten, und mit dem rasanten Wachstum sozialer Netzwerke im Internet wächst auch die Verbreitung und Akzeptanz von Online Social Games in der Gesellschaft. Auf den ersten, durchaus skeptischen Blick erscheinen die Spiele, von denen „Farmville“ wohl das bekannteste ist, allenfalls als lustiger Zeitvertreib – aufgrund ihres Suchtpotentials zwar mit Vorsicht zu genießen, aber an sich eine drollige, harmlose Randerscheinung des „Web 2.0“. Dabei ist das Spiel eine Jahrtausende alte Kulturtechnik, die aus der Entwicklung der Zivilisationen wie aus der Sozialisation jedes einzelnen Menschen nicht wegzudenken ist. Die sich im Internet entfaltende Spielkultur sollte daher nicht nur im Hinblick auf ihre möglicherweise pathologischen und destruktiven Effekte, sondern auch im Hinblick auf ihr Potenzial für die Bildung und Erneuerung gesellschaftlicher Strukturen diskutiert werden.

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Die Welt digitaler Spiele
unter rechtlichen Gesichtspunkten



Von Jens O. Brelle, Hamburg


Ein „Gaming-Recht“ existiert im deutschen Rechtssystem nicht eigenständig. Es setzt sich vielmehr aus Softwarevertragsrecht, Lizenzrecht, Urheberrecht, Jugendschutzrecht, Domainrecht, Titel- und Markenrecht, Wettbewerbsrecht, Werberecht, Internetrecht, Verbraucherschutzrecht etc. zusammen.

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Bleibt alles anders?
Die Digitalisierung der Wissenschaft



Von André Donk, Münster


Das WDR3-Radiofeature „Rundum digital. Wie sich die Wissenschaft in der digitalen Welt eingerichtet hat“ ist sicher: Am Internet als neuem Medium des Wissens und der Wissenschaft führt allein schon wegen seiner enormen Kapazität und Geschwindigkeit von Informationsspeicherung und -distribution kein Weg mehr vorbei. Und eine Gesellschaft, die ihr Wachstum in zunehmendem Maße auf wissenschaftlichen Fortschritt als Produktivkraft baut, kann es sich nicht leisten auf die Gewinne der Digitalisierung der Wissenschaft zu verzichten. Doch wie genau wirkt sich die Digitalisierung auf das Wissenschaftssystem aus – was sind die Kehrseiten dieser Entwicklung?

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"Newspapers won't survive"

Wie das mobile Internet amerikanischen Zeitungen
das Überleben schwer macht



Von Eico Schweins, Münster


Mit einer Tasse Kaffee in der Hand eilt Lukas Tillmann in sein Zimmer im Studentenwohnheim in Washington D. C. Tillmann setzt sich an seinen Schreibtisch, auf dem ein schwarzes Notebook steht. Mit einer geübten Bewegung klappt er den Laptop auf, und während er einen Schluck Kaffee trinkt, erwacht der Monitor zum Leben. Startbereit erscheint das Fenster des Internet-Browsers. Mit einem Klick in die Favoritenleiste ruft er die Seite der Washington Post auf. Tillmann muss schon in ein paar Minuten weiter. Aber trotzdem wird er die neuesten Nachrichten im Internet abrufen. Das hat er sich zur Gewohnheit gemacht. “Ich habe Bookmarks zu allen News Sites, die ich lese, in der Favoritenleiste angelegt, so brauche ich nur einen Klick, um sie aufzurufen”, sagt der 24jährige Student aus Deutschland, der an der American University in Washington D. C. an einem Journalismusprogramm teilnimmt: “Das passt am besten dazu, wie ich Nachrichten lese, ohne feste Routine, immer wenn ich Zeit habe.”

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Weitere Beiträge zum Thema

Datenschutz ist ungeil

Interview mit Peter Glaser (2007)

Wir gestalten nur eine Übergangsphase

Interview mit Jochen Wegner

Von Björn Brückerhoff

Früher, kurz bevor das Web zum Massenmedium wurde, konnte man alle deutschen Telefonbücher auf einer CD-ROM erwerben. Später, in einer zweiten Fassung, kamen zu den Namen und Nummern sogar einige statistische Informationen hinzu. Die Aufregung war groß. Neue Gegenwart hat mit Peter Glaser über das Bewusstsein der Bevölkerung gesprochen, persönliche Daten schützen zu müssen.

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Von Björn Brückerhoff

Das mobile Internet auf dem Handy ist längst da. Auf fast jedem aktuellen Mobiltelefon kann es aufgerufen werden. Doch das Design der Geräte muss sich verändern, damit Online-Journalismus und Nutzerbeteiligung mobil werden können. Neue Gegenwart hat mit Focus Online-Chefredakteur Jochen Wegner über Veränderungen durch die Mobilisierung des Online-Journalismus gesprochen.
 

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Die Nadel im Heuhaufen

Das Internet der Zukunft:
Wohin geht die Reise?

Von Christiane Schulzki-Haddouti

Für die Entwicklung der „Online-Durchsuchung“ scheint das Bundeskriminalamt (BKA) bereits gerüstet zu sein. So sieht der Haushalt des Bundesinnenministeriums für 2008 mit 200.000 Euro zwei Planstellen für die Entwicklung der speziellen Software vor. Doch das scheint nur eine Art Notinfusion zu sein. Eigentlich hatte das Bundesinnenministerium dem BKA bereits mehrere Millionen Euro an Forschungs- und Entwicklungsgeldern zugesagt. Doch diese unterliegen der so genannten qualifizierten Haushaltssperre: Der deutsche Bundestag stellt Bedingungen für ihre Verwendung. Und so lange es keine Rechtsgrundlage für die „Online-Durchsuchung“ gibt, kann er die Gelder nicht freigeben. Doch was genau ist die „Online-Durchsuchung“?

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Von Heiko Hebig

Das Internet ist mit solch einer Macht und Geschwindigkeit in unseren Alltag gedrängt und dort inzwischen nicht mehr wegzudenken, dass lediglich eine Tatsache Bestand hat: Das Internet ist Infrastruktur und als solche weder Trend noch Medium. Das Internet verbindet Menschen und Maschinen und dient Kommunikation und Handel als technologische Basis.

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Die totale Vernetzung

Mobilkommunikation und
Social Networking fusionieren

Digitalisierter Alltag:
Wirklichkeit und virtuelle Welt verschmelzen

Die Zukunft der mobilen Web-Nutzung

Von Philipp Laage

Jeder kennt die grüne Blume. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre fing sie an, sich in das Leben der Jugendlichen zu schleichen. Langsam, unbewusst und schließlich immer selbstverständlicher verwies sie Tätigkeiten wie Essen und Schlafen auf die Plätze. Positioniert am unteren Rand des Monitors signalisiert sie als Symbol des ICQ-Messangers oder einem seiner Verwandten Zeit ihres Bestehens die kommunikative Bereitschaft des Nutzers.

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Von Björn Brückerhoff

In der Welt des Designers Mac Funamizu muss niemand nach dem Weg fragen. Wörter in gedruckten Bücher können wie im World Wide Web angeklickt werden. Fremde sprechen sich auf der Straße an, weil sich ihre Interessen decken. Das World Wide Web macht das möglich, es ist mobil, dynamisch, es versteht uns. Und es ist endlich im Alltag angekommen: seine Angebote ergänzen die Wirklichkeit. So sehr, dass die Menschen sich fragen werden, wie sie jemals ohne ausgekommen sind.

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Fast Backward
Die Rückkehr der Geschichte im Internet

StudiVZ, Xing & Co.:
Die freiwillige Entblößung

Von André Donk

Mehr Geschichte war nie – man kann sich des Eindrucks gar nicht erwehren, dass „eine Flutwelle der Erinnerung über die Welt hereingebrochen“ ist, wie der französische Philosoph Pierre Nora (2002) schreibt. Zumindest die Medien zelebrieren kraftvoll die Wiederkehr der Geschichte: History ist das Format der Stunde. Wer glaubte, lediglich der nun mittlerweile immerhin acht Jahre zurückliegende Jahrtausendwechsel und die damit verbundene Tendenz zur Rückschau habe uns einen Boom retrospektiver TV-Dokumentationen wie 100 Jahre (ZDF) oder Die 100 Wörter des Jahrhunderts (3Sat) beschert, sieht sich getäuscht.

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Von Kristina Schneider

StudiVZ, Myspace, Xing und andere Social Networking-Plattformen erleichtern die Beziehungspflege, ob beruflich, für die Uni oder privat. Über die Hälfte jugendlicher Internetnutzer macht es sich in den Online-Netzwerken gemütlich und stattet, oft auf mehreren Plattformen zugleich, Profile mit bunten Schnappschüssen, Details über den eigenen Geschmack und Links zu den Profilen von Freunden aus. Welche Konsequenzen ein sorgloser Umgang mit empfindlichen Daten außerhalb der kuscheligen Netzgemeinschaften nach sich ziehen kann, scheint vielen dabei nicht bewusst zu sein.

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