Editorial: Kunstsommer

Den japanischen Touristen, die am vergangenen Mittwoch mit anerkennendem Blick angerostete Container auf dem Domplatz zu Münster ablichteten, mag man sicher kein fehlendes Kunstverständnis vorwerfen. Die Gäste aus Fernost hatten die Abbauarbeiten des Münsteraner Wochenmarktes mit Kunst verwechselt.
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Wozu braucht Internetkunst noch Museen, Herr Weibel?

Interview mit ZKM-Chef Peter Weibel

Neue Gegenwart hat mit Peter Weibel, Direktor des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe, über die Veränderung der Kunstwahrnehmung, das Verschwinden des Künstlers und über die Medienkunst der Zukunft gesprochen.
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Bild: Onuk/Bernhard Schmitt

Digitale Bilderstürmerei?

Medien – Kunst – Erinnerung. Ein Essay.



Von André Donk

Die Digitalisierung von Informationen nimmt zu. Digitale Medientechnologien sind aus unserem Alltag, unserer Lebenswirklichkeit nicht mehr wegzudenken: Die Arbeit von Verwaltungen, Wirtschaft und Wissenschaft ist heute ohne Computer und weltweite Rechnernetze nicht mehr zu leisten. Und auch das Kunstsystem bedient sich spätestens seit der durch Nam June Paik popularisierten Videokunst intensiv der jeweils avancierten Medientechnologien. In den letzten Jahren jedoch häufen sich in Medien wie Wissenschaft die Stimmen, die vor dem Verlust digitaler Daten und damit vor der Gedächtnislosigkeit moderner Gesellschaften warnen: "Ein Feuerleger ist heute gar nicht mehr nötig, um das kulturelle Gedächtnis zu löschen, die Datenträger verglühen ganz von allein", so die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann.
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Kurator Zufall

Neue Gegenwart kürt Münsters inoffizielle Skulpturenlandschaft.
Ein Kunstprojekt.



Von Björn Brückerhoff


In der Ausstellung Skulptur Projekte Münster 07" gibt es einen Wohnwagen, der an immer anderen Stellen in der Stadt steht. Michael Asher hat das Gefährt bereits zum vierten Mal in Münster aufgestellt. Damit es keinen Strafzettel bekommt oder abgeschleppt wird, muss es immer wieder umgestellt werden. Daran hat sich bei den Ausstellungen 1977, 1978, 1997 und 2007 nichts geändert. Am Ufer des Aasees steht der Güllewagen von Tue Greenford, der Wasser ansaugt, um es dann im Bogen wieder in den See zu schießen (Titel: Diffuse Einträge"). Isa Genzken hat vor der Überwasserkirche eine Menge Dinge aufgestellt, zum Beispiel einen Klappstuhl mit einer Babypuppe und einem Sonnenschirm. Genannt hat sie das Ensemble Ohne Titel". Aber: Münster hat noch viel mehr Kunstwerke zu bieten. 
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Nur Suchmaschinenkunst?

Bilder-Remix im Internet zwischen künstlerischer Freiheit und Urheberrecht


Von Jens O. Brelle und Björn Brückerhoff


Wann wird Kunst zur Kunst? Im Internet, wo die Aura des Museums fehlt, muss Kunst mitunter zur Kunst erklärt werden, um als solche zu gelten. Die Künstler karikieren ihre Kunst bisweilen selbst.
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Der Park im Kopf

In Steinfurt kann man einen Vergnügungspark besichtigen,
den es seit hundert Jahren nicht mehr gibt.



Von Björn Brückerhoff


In der Nähe des westfälischen Ortes Steinfurt vollbringt man das Kunststück, ein Café, eine Bratwurstbude, einen Tretbootverleih und einen kostenpflichtigen Parkplatz um einen Amüsierpark aus dem 18. Jahrhundert zu gruppieren, dessen Attraktionen fast alle bereits vor knapp hundert Jahren abgerissen worden sind. Ein Ortstermin.
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Street Art: Die Straße als Medium



Dieser Text steht online nicht mehr zur Verfügung.

 

Kunst und Religion

Beobachtungen eines angespannten Verhältnisses zwischen
kunstästhetischer und religionsästhetischer Wahrnehmung vor Ort



Von Erika Edusei und Fritz U. Krause


Wer die mehrjährige Bielefelder Kunst-und-Kirche-Szene kennt, wird sich sicherlich an die Abendmahlsinstallation des Stuttgarter Professors Wolfgang Knoll erinnern, die im Sommer 2000 in der Süsterkirche der ev.-reform. Gemeinde Bielefeld ausgestellt war. Sie hatte das Potenzial, eine Gemeinde zu spalten.
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Die Kunst der Verstauchung


Von Heiner H. Hoier


Wir erinnern uns: Im  so genannten „Karikaturenstreit“ hatte die Satire plötzlich Verteidiger, die als Betroffene gern selbst schon mal den Staatsanwalt bemühen. Sie machten sich stark für die Pressefreiheit nicht nur aus unverbrüchlicher Liebe zu ihr. Vielmehr ergriffen sie die Gelegenheit, um sich im xenophobisch durchwirkten Kampf gegen das Fremde als Demokraten zu profilieren. Die billig zu habenden Statements sicherten politischen Zugewinn. Die Urheber der Satire, nämlich die Zeichner selbst, kamen in dieser Diskussion nicht vor.
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Kreutzgänge

Oder: Reflexionen zur Kunst des Jakob Kreutzfeld



Von Nikolai Wojtko


Die Arbeiten von Jakob Kreutzfeld bewegen sich in einem vielschichtigen Spannungsbogen. Bekannt geworden ist der in Belgien lebende Künstler innerhalb der europäischen Kunstszene vor allem durch seine Rauminstallationen, in denen er so brillant wie scheinbar unauffällig mit den vorgefertigten Erwartungshaltungen und Sehgewohnheiten des Publikums spielt. Der Spannungsraum im Individuum wird hierbei vom Ich weg zum Bereich des Es der Installation gelenkt.
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Die Ausgabe Nr. 53 der Neuen Gegenwart
erscheint Anfang November 2007.

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